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FIS und IBU beschließen - komplettes Fluor-Verbot für den Winter 2021/22 kommt nicht !

 

 

Die Einführung des bereits 2019 angekündigten Fluor-Verbots wird es auch in der Saison 2021/2022  nicht geben.  Sowohl der internationale Skiverband FIS wie auch die internationale Biathlon-Union IBU haben beschlossen das Fluor-Verbot im Skiwachssektor auch im Winter 2021/22 nicht in Kraft treten zu lassen. Jedoch wird ein Verbot von C8-Fluor-Verbindungen eingeführt, um den EU-Regularien zu entsprechen, welche bereits seit Juli 2020 den Verkauf und die Produktion solcher C8-Fluor-Verbindungen verbieten.

Das Problem -  wie soll das Vorhandensein von Fluorwachs auf Skiern erkannt werden?
Seit 2019 wird ein sogenannter Fluor-Tracker getestet. Mit der Einführung dieses Fluor-Trackers soll die Verwendung, das Vorhandensein von Fluorwachs auf Skiern sofort erkannt werden können. Die Corona Pandemie hatte die dafür notwendigen umfangreichen Testmöglichkeiten im Winter 2020 sehr eingeschränkt, bzw. verhindert. Grundsätzlich ist anzumerken, dass es ohnehin schwierig sein wird, auch bei einem funktionierenden Messgerät auf dem Markt, dieses angekündigte Fluor-Verbot in allen Wettbewerben des Leistungssports weltweit umzusetzen.
Festzustellen ist, dass die Vorgehensweise der beiden internationalen Skiverbände, ein Fluor-Verbot für 2020 einzuführen, mehr als unglücklich zu bezeichnen ist.  Die etwas überhastete Ankündigung eines solchen Verbots hat die ohnehin wegen der schlechten Winter arg gebeutelten Wachsfirmen vor eine große Herausforderung gestellt. Ohne ein zuverlässige Testmöglichkeit zu haben, wurde das Verbot von der FIS für 2020 angekündigt und musste dann zurückgenommen werden. Ein guter Ansatz war vielleicht nicht ganz durchdacht?

Lobenswert ist, dass FIS und IBU an ihrem Engagement festhalten, eine zuverlässige Testmethode zu entwickeln, die die Durchführung ihrer Wettbewerbe gemäß den EU Regelarien und der vielleicht dann ab 2023 kommen ihrer neuen Wettkampfordnungen zuverlässig garantiert. Als ersten Schritt verbieten nun FIS und IBU bereits ab dem kommenden Winter 2021/22 alle Wachse mit C8-Fluor-Verbindungen. Grundlage hierfür ist die EU-Verordnung 2019/1021 („POP-Verordnung“) und der EG-Verordnung 1907/2006 („REACH“-Verordnung). Demnach ist der Besitz, die Anwendung, die Verwendung, der Verkauf, die Abgabe oder der Handel von Produkten, die C8-Fluorcarbone/PFOA enthalten, verboten. (Anmerkung der Redaktion: „Das wäre auch schon ab 2020 möglich gewesen.“ )
Alle Wachsfirmen haben sich bereits 2019 auf die ab Juli 2020 geltenden EU-Regularien eingestellt. So hat die Firma START in Finnland bereits im Winter 2020 absolut wettbewerbsfähige fluorfreie Wachse entwickelt und auf den Markt gebracht. Geschäftsführer Harry Aaltonen bestätigt die Aussagen der Techniker, dass in kalten Bereichen diese Wachse zum Teil deutlich schneller, als die alten Fluorwachse sind. Auch andere Wachsfirmen entwickeln schon fluorfreie Wachse.
Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte auf die neuen Produkte der Wachsfirmen setzen. Diese entsprechen den aktuell gültigen EU-Regularien. Restbestände im Wachskoffer dürfen laut EU aufgebraucht werden.

Quellen: biathlonworld.com; fis-ski.com;

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